Malediven Urlaub 2019

Beim Tauchen auf den Malediven
fühlt man sich auf Wolke sieben.
Tausend Fische, Krebse, Schnecken
kann man überall entdecken.
Mantas, Haie, Adlerrochen!
Dazwischen darf der Chefkoch kochen.
Die Kraken find ich auch so nett!
Die Crew macht jeden Tag mein Bett

Doch langsam, langsam! Mit Genuss
erfolgt der Blick zurück am Schluss.

Der Wahnsinn startet mit dem Check.
Was du dort siehst, das tut dich weg.
An einem Tunfischkopf gemütlich,
tun sich wohl hundert Fische gütlich.
Muränen sich in Löcher drängen
und gelb auf schwarz und gelb sich drängen.
Dazu die Rochen, ganze Gruppen,
die sich als Stachelvieh entpuppen.

Mir fiel, zu meinem großen Schreck,
beim ersten Sprung die Kam’ra weg.
Das heißgeliebte, gute Stück
bracht’ mir der Nikolaus zurück.

Am nächsten Tag, beim ersten Dive,
sah ich den ersten Hai dann life.
Die starke Strömung, ich geb’s zu,
ließ mir am Anfang keine Ruh.
Zuviel vom Blei, Korallen tot,
ich hatt’ beim Tauchgang meine Not.

Auch in der Nacht, zum ersten Mal,
war’s statt der Freude mehr die Qual.
Die Ammenhaie waren toll,
doch hatte ich die Schnauze voll,
nachdem mich andre Taucher rammten,
die wohl vom fernen Russland stammten.

So ging’s dahin im Wechselbad,
ereignisreich, dann wieder fad.
Mal mit der Strömung, mal dagegen.
(Ob die das vorher überlegen?)
An einer Riffwand lang zu driften,
aus dreißig Metern hoch zu liften.

Und dann, der erste große Hit:
Der Manta-Point! Da komm ich mit!
Wir kommen hin und schau’n uns um
und wieder hängen vor uns, dumm,
die Taucher fast an jedem Eck!
Da blieben selbst die Mantas weg.
Die Geisterfischchen, gut versteckt,
hat unser Oberguide entdeckt.
Taucht mühelos, und in der Tat,
glaub ich, dass er auch Kiemen hat!

Den Freitag dann, den ersten März,
den schließ ich in mein Taucherherz!
Napoleons, Haie, Adlerrochen,
ein Krake kam daher gekrochen,
zu alledem, leck mich am Arsch!
Ein riesen Riesenzackenbarsch!

Dann fuhr man lange mit dem Schiff
zum Schnorcheln an das tote Riff.
Die Hoffnung lebt, denn hin und wieder
lässt sich ein Jungkorällchen nieder.

Die vielen Haie dann, in Rudeln,
die brachten unser Blut ins Strudeln.
Und Adlerrochen, wie gemalt!
Da hab ich rundherum gestrahlt.

Man sieht natürlich, hie und da,
auch Büschelbarsche ganz von nah.
Und Kofferfische, Warzenschnecken,
die sich am Riff sonst gut verstecken.

Ein Highlight war, ihr nickt mir zu,
die Insel mit den Barbeque.
Für diesen nächtlich tollen Schmaus
gibt es von uns Spezialapplaus!

Es wächst der Mensch, wir wissen’s eh,
mit seiner Aufgab in die Höh.
Der anfangs blöde Tauchcomputer
ist jetzt ein lieber Freund, ein guter.
Auch hab vom Blei ich viel entfernt,
das hab vom Coco ich gelernt!

Ein bisschen tut es mir schon leid,
dass ich nicht gleich mit euch bereit,
die Tigerhaie aufzusuchen.
Ich werd’s für’s nächste Mal fix buchen!

Das Schiffswrack liegt auf einer Seite.
Torpedos trafen volle Breite
und machten aus dem Kriegerschiff
zu guter letzt ein neues Riff!

Dann ging’s hinaus, wir wussten’s schon,
zur Manta-Reinigungsstation.
Tatsächlich kam ein Riesenflapper
genau zu mir her, immer knapper.
Mir blieb der Atem beinah steh’n!
Das Riesentier war wunderschön!

Noch zweimal ging es zur Station.
Wir kannten ja den Ablauf schon.
Da kamen Mantas, große, kleine,
ein Spitzenanblick, wie ich meine!

Am Ende kehr ich noch zurück
zum zweiten Riesenspitzenblick.
Der bot sich uns, als spät am Abend,
am guten Essen sich erlabend,
der größte Gast zum Bootsrand kam,
was allen fast den Atem nahm.
Der Walhai schlürfte seine Zeche
genüsslich von der Oberfläche.

Kurz darauf wurde es noch krasser:
Ich stieg sogar zu ihm ins Wasser!
Und nehm den Blick auf dieses Tier
in tiefer Dankbarkeit mit mir.

Verbleibe so, mit Gruß, bis später
und alles Liebe, Ladenstäter.

Günther Ladstätter, am 8. März 2019

Menü